Die letzten Zeugen
 
 
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Realisierte Veranstaltungen im Jahr 2026

Im Jahr 2026 haben wir bisher 10 Bildungsveranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt, bei der wir mehr als 700 Menschen erreicht haben. Die Veranstaltungen im Einzelnen:

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4. Februar 2026: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Erlangen


Ernst Grube an der Berufsschule in Erlangen (Foto: Birgit Mair)

Am 4. Februar 2026 fand in der Berufsschule Drausnickstraße Erlangen ein Zeitzeugengespräch mit dem 93jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich etwa 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See. Birgit Mair vom ISFBB e.V. war live vor Ort und übernahm die Moderation, Ernst Grube konnte wegen des Glatteises nicht live dabei sein. Er wurde online zugeschaltet. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

3. Februar 2026: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann in Erlangen (Präsenz)


René Kaufmann beim Vortrag in Erlangen (Foto: Christine Deutschmann)

Am 3. Februar 2026 moderierte Birgit Mair ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann an der Städtischen Wirtschaftsschule Erlangen. Etwa 120 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich und stellten zahlreiche Fragen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt. Im Jahr 1937 wurde René Kaufmann in Belgien geboren. Seine Eltern waren bereits kurz nach Hitlers Machtantritt von Nazi-Deutschland aus zunächst in die Niederlande und später nach Belgien gezogen, wo René aufwuchs. Sein Vater war jüdisch, seine Mutter katholisch. Als die Wehrmacht im Jahr 1940 Belgien besetzte, wurde Renés Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein Vater versteckte sich in den Ardennen, und wurde Opfer eines medizinischen Expermients durch einen Arzt. René und seine beiden Geschwister waren ständiger Gefahr ausgesetzt, als Kinder eines jüdischen Vaters enttarnt zu werden. Der kleine René musste mit ansehen, wie seine Mutter wurde von den Nationalsozialisten schwer misshandelt wurde, da sie das Versteck des Vaters nicht preisgeben wollte. Auch erlebte er mit, wie seiner Tante vom Fahrrad gerissen und verschleppt wurde. Sie und beinahe der gesamte jüdische Teil der Familie wurde deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. René Kaufmann lebt heute in Bayern. Er spricht Flämisch, Französisch und Deutsch.

30. Januar 2026: "Rechtsextreme Gefahren auf kommunaler Ebene" Vortrag mit Birgit Mair in der Alten Synagoge in Schwabach


Birgit Mair in der Alten Synagoge Schwabach (Foto: Sophia Jenewein)

Am 30. Januar 2026 hielt Birgit Mair in der Alte Synagoge in Schwabach einen Vortrag zum Thema "Rechtsextreme Gefahren auf kommunaler Ebene", an dem sich mehr als fünfzig Menschen beteiligt haben. Veranstalter war "Schwabach bunt statt braun. Initiative für Demokratie - gegen Rechtsextremismus.

29. Januar 2026: In der Gegenwart mit der Erinnerung leben - Der Holocaust-Überlebende Ernst Grube berichtet in Nürnberg über seine Verfolgung


Birgit Mair und Ernst Grube im Dokuzentrum Nürnberg (Foto: Christine Deutschmann)

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust fand am Donnerstag, 29. Januar 2026 im Auditorium des Dokumentationszentrums Reichsparteitage "Dokuzentrum" Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Mehr als 130 Menschen beteiligten sich an der Veranstaltung. Ernst Grube wurde 1932 als Kind einer jüdischen Mutter und eines kommunistisch gesinnten Vaters in München geboren. Seine Familie und er wurden von den Nationalsozialisten entrechtet, ausgegrenzt und verfolgt. Er musste in Deportationslagern leben, den gelben Stern tragen und wurde schließlich mit seiner Mutter und Geschwistern in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort am 8. Mai 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit.

29. Januar 2026: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard (Online)

Am 29. Januar 2026 fand für knapp 200 Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule in Hannover ein Zeitzeugengespräch mit dem 93jährigen Holocaust-Überlebenden Horst Bernard statt. Moderiert wurde dieses von Birgit Mair, die die Lebensgeschichte von Horst Bernard in ihrem Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" veröffentlichte.

28. Januar 2026: Zeitzeugengespräch mit Mina Gampel an der Realschule Zirndorf


Mina Gampel an der Realschule Zirndorf (Foto: Birgit Mair)

Am 28. Januar 2026 moderierte Birgit Mair an der Realschule im mittelfränkischen Zirndorf ein Zeitzeugengespräch mit der 85jährigen Holocaust-Überlebenden Mina Gampel. Etwa 60 Schülerinnen und Schüler hörten zu und stellten zahlreiche Fragen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

27. Januar 2026: Zeitzeugengespräch mit Mina Gampel am Jean-Paul-Gymnasium in Hof


Mina Gampel und Birgit Mair am Jean-Paul-Gymnasium in Hof (Fotoselfie: Birgit Mair)

Am 27. Januar 2026 moderierte Birgit Mair am Jean-Paul-Gymnasium im oberfränkischen Hof ein Zeitzeugengespräch mit der 85ährigen Holocaust-Überlebenden Mina Gampel. Etwa 80 Schülerinnen und Schüler hörten zu und stellten zahlreiche Fragen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

20. Januar 2026: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann in Nürnberg (Präsenz)


René Kaufmann im Sigena-Gymnasium Nürnberg (Foto: Birgit Mair)

Am 20. Januar 2026 moderierte Birgit Mair ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann am Sigena-Gymnasium Nürnberg. Etwa 80 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich und stellten zahlreiche Fragen. Der Schulleiter hielt ein Grußwort. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt. Im Jahr 1937 wurde René Kaufmann in Belgien geboren. Seine Eltern waren bereits kurz nach Hitlers Machtantritt von Nazi-Deutschland aus zunächst in die Niederlande und später nach Belgien gezogen, wo René aufwuchs. Sein Vater war jüdisch, seine Mutter katholisch. Als die Wehrmacht im Jahr 1940 Belgien besetzte, wurde Renés Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein Vater versteckte sich in den Ardennen, und wurde Opfer eines medizinischen Expermients durch einen Arzt. René und seine beiden Geschwister waren ständiger Gefahr ausgesetzt, als Kinder eines jüdischen Vaters enttarnt zu werden. Der kleine René musste mit ansehen, wie seine Mutter wurde von den Nationalsozialisten schwer misshandelt wurde, da sie das Versteck des Vaters nicht preisgeben wollte. Auch erlebte er mit, wie seiner Tante vom Fahrrad gerissen und verschleppt wurde. Sie und beinahe der gesamte jüdische Teil der Familie wurde deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. René Kaufmann lebt heute in Bayern. Er spricht Flämisch, Französisch und Deutsch.

19. Januar 2026: Zeitzeuginnengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl (Online)


Eva Weyl per Online-Zuschaltung (Foto: Birgit Mair)

Am 19. Januar 2026 fand in Kooperation mit der Akademie Frankenwarte e.V. ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl statt, an mehr als dreißig Interessierte teilnehmen. Eva Weyl wurde 1935 im niederländischen Arnheim geboren, wohin ihre Familie 1934 aus dem nationalsozialistischen Deutschland floh. Nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 wurde in Westerbork ein KZ-Durchgangslager für Jüdinnen und Juden errichtet, In das Eva mit ihren Eltern Ende Januar 1942 deportiert wurde. Von den 107.000 deportierten Frauen, Männern und Kindern überlebten nur etwa 5000. Eva Weyl und ihre Eltern entgingen mit viel Glück der Vernichtung. Detailliert beschreibt die Zeitzeugin die perfide Scheinwelt des Lagers. Mit Lügen und Beschwichtigungsmethoden versuchte die Lagerleitung, die zu Tode Geweihten in Sicherheit zu wiegen, um Widerstand zu verhindern. Wie viele andere Holocaust-Überlebende ist auch sie der Meinung, dass nachfolgende Generationen keine Schuld für die Verbrechen ihrer Vorfahren haben, aber die Verantwortung, die Vergangenheit zu kennen, um so an einer besseren Zukunft zu arbeiten.

Moderiert wurde das Gespräch von Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. Sie hat die Biographie von Eva Weyl in ihrem knapp 400 Seiten umfassenden Werk "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" veröffentlicht. (Bestellung: www.isfbb.de)

9. Januar 2026: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube an der Montessorischule Erlangen


Birgit Mair in der Montessorischule Erlangen (Foto: Privat)

Am 9. Januar 2026 fand in der Montessorischule Erlangen ein Zeitzeugengespräch mit dem 93jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich 116 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See. Birgit Mair vom ISFBB e.V. war live vor Ort und übernahm die Moderation, Ernst Grube konnte wegen des Glatteises nicht live dabei sein. Er wurde online zugeschaltet. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

Realisierte Veranstaltungen im Jahr 2025

Hier finden Sie den ISFBB-Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025:

Tätigkeitsbericht 2025 (89 Seiten, PDF-Format)

Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 150 Bildungsveranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt, bei denen wir mehr als 5.800 Menschen erreicht haben. Die Veranstaltungen im Einzelnen:

17. Dezember 2025:  Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard in Saarburg

Am 17. Dezember 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard an der Geschwister-Schollschule in Saarburg (Rheinland-Pfalz) ein Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war das Bundesprogramm Respekt Coaches der Jugendmigrationsdienste Trier des Caritasverbandes Trier e.V. in Konz.

10. Dezember 2025:  Online-Zeitzeugengespräch mit dem 101-jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser „Über Shanghai in die USA.“

 
Ernest Glaser 2024 in den USA (Foto: Birgit Mair)

Mehr als vierzig Interessierte nahmen an dem hybriden Zeitzeugengespräch mit dem zu dieser Zeit 101jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser teil. 16 Menschen trafen sich in Präsenz während eines von Birgit Mair geleiteten Wochenseminars zum Thema Antisemitismus im CPH Nürnberg, die anderen wurden online zugeschaltet.

Ernest Glaser wurde 1924 als Ernst Glaser in Berlin geboren. Er entstammt einer jüdischen Familie. Seine Mutter wuchs in Plauen auf, sein Vater in Plathe in Pommern. In Berlin besuchte Ernst zunächst eine Volksschule und später die LesslerOberrealschule im Grunewald. Im November 1938 wurde er Zeuge der Pogromnacht in der „Reichshauptstadt“ der NSDAP. Er sah, wie die Synagoge in der Fasanenstraße brannte. Verwandte von ihm wurden verhaftet. Im Juni 1939 schafften es seine Eltern, mit einem Schiff von Italien aus nach Shanghai zu fliehen. Dort lebte die Familie bis zum Kriegsende, zeitweise in einem Ghetto, in dem etwa 18.000 Jüdinnen und Juden zusammengepfercht leben mussten. Das Ghetto in der Hafengegend wurde auf Betreiben Nazi-Deutschlands von den japanischen Besatzern eingerichtet und streng kontrolliert. Die Befreiung erlebte Ernst Glaser Anfang September 1945 in Shanghai. Seit 1947 lebt Glaser - nun als Ernest - in den USA.

Die Moderation übernahm Birgit Mair, Autorin des Buches "Ernest Glaser: Ein Berliner Jude überlebte den Holocaust in Shanghai". Veranstalterin war die Akademie Frankenwarte.

8. bis 12. Dezember 2025: "Auf nach Nürnberg!" Antisemitismus und jüdisches Leben am Beispiel Nürnbergs" Bildungswoche mit Birgit Mair in Nürnberg



Vom 8. bis 12. Dezember 2025 fand in Nürnberg ein fünftägiges Seminar zum Thema "Antisemitismus und jüdisches Leben am Beispiel Nürnbergs" teil, das von Birgit Mair geleitet und von der Akademie Frankenwarte veranstaltet wurde und im CPH Nürnberg stattfand. Von hier aus wurden zahlreiche Exkursionen unternommen. Vom mittelalterlichen Nürnberg zu den NSDAP-Reichsparteitagen, das antisemitische Hetzblatt "Der Stürmer", die rassistischen "Nürnberger Gesetze" – aber auch die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen ("Nürnberger Prozesse") und der Menschenrechtspreis der Stadt: an authentischen Orten, die im Laufe der Jahrzehnte erinnerungspolitische Gestaltung erfuhren die Teilnehmenden viel zu jüdischem Leben in Deutschland sowie zu und alten und neuen Formen des Antisemitismus. Auch die terroristischen Angriffe gegen die israelische Zivilbevölkerung am 7. Oktober 2023 und deren Folgen wurden in einem vierstündigen Workshop thematisiert. Wir besichtigten das "Stürmer-Archiv", das Memorium Nürnberger Prozesse, das Dokuzentrum. Als Referierende traten die Künstlerin Ursula Rößner auf, Tochter einer Holocaust-Überlebenden aus Nürnberg sowie über Online-Zuschaltung der 101jährige Holocaust-Überlebende Ernest Glaser auf, der aus den USA zugeschaltet wurde.

29. November 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard (Online)

Am 29. November 2025 fand für Studierende der Universität Kassel ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard statt. Moderiert wurde dieses von Birgit Mair, die die Lebensgeschichte von Horst Bernard in ihrem Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" veröffentlichte.

27. November 2025: "Die Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland seit 1945" in Hemau

Am 27. November 2025 hielt Birgit Mair im Zehentstadel im oberpfälzischen Hemau einen Vortrag über "Die Geschichte des Rechtsterrorisms in Deutschland seit 1945". Eingeladen hatte die Volkshochschule Regenburger Land.
Bereits in der Weimarer Republik übten extrem rechte und antidemokratische Gruppierungen Terror aus, der im staatlich organisierten Terror des Nationalsozialismus und der fabrikmäßigen Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma und weiterer Opfergruppen im Holocaust gipfelte. Der Vortrag bot einen Streifzug durch die Geschichte des rechten Terrors von der Weimarer Republik bis heute und ließ Betroffene rechter Gewalt zu Wort kommen. Der Schwerpunkt lag auf der Darstellung rechter, antisemitischer, antiziganistischer, rassistischer, sozialdarwinistischer und homophober Propaganda nach 1945 bis hin zum rechten Terror in Deutschland und dem Umgang damit durch Behörden, Medien und Zivilgesellschaft. Beispielhaft wird der antisemitische Doppelmord in Erlangen im Jahr 1980 beleuchtet. Vertiefend wurde rechter Terror der letzten Jahre dargestellt und analysiert. Es wurden Faktoren analysiert, die als Brandbeschleuniger für rechten Terror wirken. Zum Schluss wurden Hilfsangebote vorgestellt, die Betroffene unterstützen. Der Vortrag fand im Rahmen der Ausstellung "Rechtsterrorismus - Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute"statt.

25. November 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Zirndorf

Am 25. November 2025 fand in der Realschule Zirndorf ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich etwa 50 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See. Birgit Mair vom ISFBB e.V. übernahm die Moderation. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

24. November 2025: Expert:inneninterview für Universitäten

Am 24. November 2025 empfing Birgit Mair Dr. Johann Braun von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Philipp Kühnlein vom Instiut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie beantwortete die Fragen der Wissenschaftler für deren Publikationsprojekt "Zwischen Institution und Intervention. Lokale Aushandlungen um die Schaffung eines NSU-Dokzmentationszentrums in Nürnberg und Chemnitz vor dem Hintergrund des Erstarkens der radikalen Rechten". An dem Projekt beteiligen sich die Universität Heidelberg, die Geothe-Universität Frankfurt/Main, die Universität Klagenfurt und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

21. November 2025: Gelungenes Debut beim Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann in Karlshuld

Am 21. November 2025 führte Birgit Mair ihr erstes gemeinsames Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden René Kaufmann durch. Dieses fand statt in der Maurus-Gerle-Schule in Karlshuld, wo etwa 70 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe dem hochbetagten Zeitzeugen zuhörten.

Im Jahr 1937 wurde René Kaufmann in Belgien geboren. Seine Eltern waren bereits kurz nach Hitlers Machtantritt von Nazi-Deutschland aus zunächst in die Niederlande und später nach Belgien gezogen, wo René aufwuchs. Sein Vater war jüdisch, seine Mutter katholisch. Als die Wehrmacht im Jahr 1940 Belgien besetzte, wurde Renés Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein Vater versteckte sich in den Ardennen, und wurde Opfer eines medizinischen Expermients durch einen Arzt. René und seine beiden Geschwister waren ständiger Gefahr ausgesetzt, als Kinder eines jüdischen Vaters enttarnt zu werden. Der kleine René musste mit ansehen, wie seine Mutter wurde von den Nationalsozialisten schwer misshandelt wurde, da sie das Versteck des Vaters nicht preisgeben wollte. Auch erlebte er mit, wie seiner Tante vom Fahrrad gerissen und verschleppt wurde. Sie und beinahe der gesamte jüdische Teil der Familie wurde deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. René Kaufmann lebt heute in Bayern. Er spricht Flämisch, Französisch und Deutsch.

Via Powerpoint-Präsentation wurden Fotos aus dem Leben des Zeitzeugen präsentiert. Im Anschluss an den Vortrag stellten Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen an den Holocaust-Überlebenden. Es war eine sehr gelungene Debutveranstaltung, die in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt wurde.


16. November 2025: Zeitzeugengespräch und Buchpräsentation "Ernest Glaser - Ein Berliner Jude überlebte den Holocaust in Shanghai" (Online-Zuschaltung des 101jährigen Zeitzeugen Ernest Glaser, Buchautorin Birgit Mair lwar ive vor Ort)



Am 16. November 2025 fand in der Friedenskirche Berlin-Charlottenburg, nur fünf Fahrradminuten entfernt von der Straße in der Ernst Glaser 1924 geboren wurde, die Präsentation des Buches "Ernest Glaser - Ein Berliner Jude überlebte den Holocaust in Shanghai" von Birgit Mair statt. Der 101-jährige Ernest Glaser wurde online zugeschaltet, Buchautorin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. war live vor Ort.

Im Mittelpunkt des Abends stand das bewegende Leben von Ernst Glaser, 1924 in Berlin-Charlottenburg geboren. Als Jude entkam er mit seiner Familie der nationalsozialistischen Verfolgung durch die Flucht nach Shanghai.

Knapp 30 Teilnehmende waren vor Ort mit dabei und einige folgten dem Livestream auf YouTube. Hier kann die Veranstaltung angeschaut werden: Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch auf YouTube

7. November 2025: remember 38 - Als aus Worten Taten wurden - Vortrag mit Birgit Mair in Gerolzhofen

Mehr als dreißig Interessierte kamen zum Vortrag "rememer 28 - Als aus Worten Taten wurden" am 7. November 2025 ins Alte Rathaus im unterfränkischen Gerolzhofen. Mit Hilfe einer bilderreichen Powerpoint-Präsentation setzte sich Referentin Birgit Mair mit der Pogromnacht 1938 auseinander. Sie stellte die Folgen jener Nacht vom 9./10. November dar, in der reichsweit 1.400 Synagogen zerstört wurden und der Terror gegen Jüdinnen und Juden eine weitere Phase erreichte. Dabei ging sie insbesondere auf die Perspektive von Betroffenen und deren Familie ein, die sie im Rahmen ihrer Zeitzeugenarbeit mit Holocaust-Überlebenden interviewte. Ein Schwerpunkt des Vortrags waren einerseits die Situation in Franken und dem Schrecken und andererseits die Folgen der Pogromnacht für die verbliebenen Gerolzhöfer Jüdinnen und Juden. Am Schluss spannte sie den Bogen in die heutige Zeit und beleuchtete, wie verbreitet völkischer Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus in der heutigen Gesellschaft sind und welche Lehren ziehen aus der Vergangenheit für eine für alle lebenswerte Zukunft gezogen werden sollten.

Veranstalter waren GEO kommunikativ, KulturForum Gerolzhofen, Historischer Verein Gerolzhofen und die Volkshoschule Gerolzhofen.

30. Oktober 2025: Filminterview mit dem Holocaust-Überlebenden Renè Kaufmann

Am 30. Oktober 2025 besuchte Holocaust-Forscherin Birgit Mair den Holocaust-Überlebenden René Kaufmann in seiner Wohnung und interviewte ihn zu seinem Leben. Im Jahr 1937 wurde René Kaufmann in Belgien geboren. Seine Eltern waren bereits kurz nach Hitlers Machtantritt von Nazi-Deutschland aus zunächst in die Niederlande und später nach Belgien gezogen, wo René aufwuchs. Sein Vater war jüdisch, seine Mutter katholisch. Als die Wehrmacht im Jahr 1940 Belgien besetzte, wurde Renés Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein Vater versteckte sich in den Ardennen, und wurde Opfer eines medizinischen Expermients durch einen Arzt. René und seine beiden Geschwister waren ständiger Gefahr ausgesetzt, als Kinder eines jüdischen Vaters enttarnt zu werden. Der kleine René musste mit ansehen, wie seine Mutter wurde von den Nationalsozialisten schwer misshandelt wurde, da sie das Versteck des Vaters nicht preisgeben wollte. Auch erlebte er mit, wie seiner Tante vom Fahrrad gerissen und verschleppt wurde. Sie und beinahe der gesamte jüdische Teil der Familie wurde deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

René Kaufmann steht ab sofort für Zeitzeugengespräche zur Verfügung und kann über ISFBB e.V. gebucht werden. E-Mail an: info@isfbb.de

29. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Treuchtlingen

Am 29. Oktober 2025 fand im Beruflichen Schulzentrum in Treuchtlingen ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich mehr als 300 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Birgit Mair vom ISFBB e.V. übernahm die Moderation. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.


27. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Zirndorf

Am 27. Oktober 2025 fand in der Realschule Zirndorf ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich etwa 50 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See. Birgit Mair vom ISFBB e.V. übernahm die Moderation. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

26. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Roth bei Nürnberg


Mina Gampel (Foto: Birgit Mair)

Am 26. Oktober 2025, fand im Museum Schloss Ratibor in Roth bei Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel statt. Moderiert wurde das Gespräch von Birgit Mair, veranstaltet von Roth ist bunt. Etwa dreißig Interessierte nahmen daran teil.

Mina Gampel (geb. Juszkiewicz) wurde am 14. August 1940 in Pinsk im heutigen Weißrussland geboren. Die allermeisten der 30.000 Einwohner*innen waren jüdisch. Mina war das achte Kind einer armen jüdischen Familie. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Sowjetunion im Juni 1941 floh die Familie fast fünftausend Kilometer in Richtung Südosten. Diese Entscheidung war lebensrettend, denn fast alle Pinsker Jüdinnen und Juden wurden von den Deutschen ermordet. Über Kiew und Stalingrad gelangte die zehnköpfige Familie in den asiatischen Teil der Sowjetunion, nach Samarkand und Taschkent in Usbekistan und schließlich nach Kirgistan. Zwei Brüder von Mina starben an Krankheiten, einer wurde von einem Wehrmachtssoldaten erschlagen. Nach der Befreiung lebte Mina Gampel in Polen, Israel und Deutschland.

Noch im hohen Alter studierte Mina Gampel im Rahmen eines Studium Generale Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart. Zudem absolvierte sie Ausbildungen an der Kunstakademie Esslingen und an der Europäischen Kunstakademie der Bildenden Künste in Trier. Sie ist eine überregional bekannte, jüdische Künstlerin. Seit 1993 ist sie Dozentin an der Kunstakademie Esslingen. Motive ihrer Bilder sind unter anderem Szenen aus den von den Nazis zerstörten jüdischen Schtetl in Osteuropa. Ihre Kunstwerke wurden in Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem in Nancy, Zürich, Genf, Berlin, Stuttgart, Tel Aviv, Antwerpen, Stettin, Warschau und London. Als Künstlerin ist bis heute aktiv.


24. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Thalmässing

 
Am 24. Oktober 2025 fand im Kulturzentrum Bunker in Thalmässing ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem sich etwa 70 Interessierte beteiligten. Birgit Mair vom ISFBB e.V. übernahm die Moderation. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße "arisiert", d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen", später in ein weiteres Lager in Berg am Laim bis April 1943. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

16. Oktober 2025: Bewegendes Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Klara Gorlatschowa in Nürnberg

Mehr als 120 Menschen nahmen am Zeitzeugengespräch mit der 88jährigen Holocaust-Überlebenden Klara Goraltschowa in der Villa Leon in Nürnberg teil. Klara Gorlatschowa, geborene Schwarz, wurde 1938 in Trostjanez in der Sowjetunion, heute Ukraine, geboren. Als die Deutschen 1941 die Sowjetunion überfielen, wurde ihre jüdische Familie verfolgt und im KZ Petschora eingesperrt. Dort fanden neben Klaras Vater Zehntausende den Tod. Mit viel Glück gelang ihrer Mutter mit der kleinen Klara die Flucht aus dem KZ. Fast täglich holen die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse in ihrer Kindheit die heute 88-Jährige ein, die seit mehr als zwanzig Jahren in Mittelfranken lebt.

Moderiert wurde das Zeitzeugengespräch von Birgit Mair, die über Klara Gorlatschowas Leben in ihrem Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen – Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" geschrieben hat. Julia Chakhina hat die Schilderungen der Zeitzeugin vom Russischen ins Deutsche übersetzt.

19. Oktober 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel Faurndau


Mina Gampel (Foto: Birgit Mair)

Mehr als 120 Menschen kamen zum Zeitzeugengespräch mit Mina Gampel in die Stiftskirche Faundrau. Veranstaltet wurde das Zeitzeugengespräch von CVJM Faurndau in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Faurndau-Wangen-Oberwälden, Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göppingen und sfd - Sozialer Friedensdienst Göppingen e.V. Die Moderation übernahm Birgit Mair vom ISFBB e.V. Mina Gampel (geb. Juszkiewicz) wurde am 14. August 1940 in Pinsk im heutigen Weißrussland geboren. Die allermeisten der 30.000 Einwohner*innen waren jüdisch. Mina war das achte Kind einer armen jüdischen Familie. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Sowjetunion im Juni 1941 floh die Familie fast fünftausend Kilometer in Richtung Südosten. Diese Entscheidung war lebensrettend, denn fast alle Pinsker Jüdinnen und Juden wurden von den Deutschen ermordet. Über Kiew und Stalingrad gelangte die zehnköpfige Familie in den asiatischen Teil der Sowjetunion, nach Samarkand und Taschkent in Usbekistan und schließlich nach Kirgistan. Zwei Brüder von Mina starben an Krankheiten, einer wurde von einem Wehrmachtssoldaten erschlagen. Nach der Befreiung lebte Mina Gampel in Polen, Israel und Deutschland. Noch im hohen Alter studierte Mina Gampel im Rahmen eines Studium Generale Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart. Zudem absolvierte sie Ausbildungen an der Kunstakademie Esslingen und an der Europäischen Kunstakademie der Bildenden Künste in Trier. Sie ist eine überregional bekannte, jüdische Künstlerin. Seit 1993 ist sie Dozentin an der Kunstakademie Esslingen. Motive ihrer Bilder sind unter anderem Szenen aus den von den Nazis zerstörten jüdischen Schtetl in Osteuropa. Ihre Kunstwerke wurden in Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem in Nancy, Zürich, Genf, Berlin, Stuttgart, Tel Aviv, Antwerpen, Stettin, Warschau und London. Als Künstlerin ist bis heute aktiv.

4. bis 6. September 2025: Bewegende Zeitzeugenbegegnungen mit Holocaust-Überlebenden beim Walter Bensemann Gedächtnisturnier in Frankfurt/Main und Zeitzeugengespräch mit Mina Gampel an der Rackow-Schule

Es waren zwei sehr intensive und großartige Tage in Frankfurt am Main. Vom 4. bis 6. September 2025 begleitete ich die 85-jährige Holocaust-Überlebende und Künstlerin Mina Gampel nach Frankfurt am Main. Dort fand das Internationale Walther Bensemann-Gedächtnisturnier statt. Mehrere jüdische Holocaust-Überlebende waren aus Nah und Fern angereist, um ihre Lebensgeschickte den jungen Fußballteams näherzubringen. Mina Gampel und ich waren den Spielern der Mannschaft von Makkabi Tel Aviv zugeteilt. Diese waren aus Israel angereist. Die Veranstaltung fand auf dem DFB-Gelände in Frankfurt statt. Die 85-jährige Holocaust-Überlebende sprach auf Hebräisch, für die deutschsprachigen Teilnehmenden wurde gedolmetscht. Wir hatten die Ehre, weitere Zeitzeuginnen und Holocaust-Überlebende aus der jüdischen Community kennen zu lernen: Hierzu zählen die 92-jährige Auschwitz-Überlebende Éva Szepesi, deren Eltern von den Nationalsozialisten ermordet wurden, die 91-jährige Henriette Kretz, deren Eltern vor ihren Augen erschossen wurden und die in einem Kloster versteckt wurde und die aus Belgien anreiste, Pavel David Sivor, der sich als jüdisches Kind in der Slowakei verstecken musste, René Kaufmann (Jahrgang 1937), der als Kind verfolgt wurde, weil sein Vater jüdisch war und der aus Bayern anreiste oder der nachkriegsgeborene Pieter Dietz de Loos, dessen Vater im niederländischen Widerstand gegen die Nazis aktiv war. Mit all diesen wunderbaren Menschen haben wir gesprochen, Kontakte geknüpft und am Abend gemeinsam mit mehr als einhundert Menschen in der Frankfurter Lichtigfeld-Schule Kabbalat Schabbat gefeiert. Zuvor waren Birgit Mair und Mina Gampel noch an der Rackow-Schule in Frankfurt am Main, wo wir ein bewegendes und interaktives Zeitzeugengespräch mit mehr als fünfzig Schülerinnen und Schülern durchführen. Die jungen Menschen waren unheimlich neugierig, stellten viele Fragen, umarmten die Zeitzeugin im Anschluss an die Veranstaltung und der Schulleiter begrüßte und freundlich und überreichte Blumen an die Referentinnen.

Vielen Dank an alle, die diese mehrtägige Zusammenkunft ermöglicht hatten, insbesondere an die KZ-Gedenkstätte Dachau, Makkabi Deutschland, die DFB-Kulturstiftung, die Initiative Nie wieder – Erinnerungstag im Deutschen Fußball und viele andere.

27. August 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Lilo Seibel-Emmerling in Fürth (Franken)

Mehr als einhundert Menschen nahmen an dem Zeitzeugengespräch mit der 93jährigen Holocaust-Überlebenden im Spiegelsaal der Spiegelfabrik Fürth teil. Lilo Seibel-Emmerling wurde im Februar 1932 als Lieselotte Sachs im oberschlesischen Leobschütz (später G?ubczyce) geboren. Ihre Mutter kam aus einer katholischen Familie und war nach der Heirat mit Lilos Vater zum Judentum konvertiert. Nachdem die Auswanderungspläne der Eltern gescheitert waren, zog die Familie nach Berlin, wo Lilo als Kind unter widrigen Umständen überlebte. Lilos Vater war unter anderem im KZ Buchenwald gefangen, ihr Bruder musste Zwangsarbeit leisten. Nach der Befreiung studierte die Holocaust-Überlebende Psychologie, Soziologie und Pädagogik an der Freien Universität Berlin. Später zog sie mit ihrem Sohn in ihre Wahlheimatstadt Nürnberg. Sie ist mit dem Maler Alfred Emmerling verheiratet. Lilo Seibel-Emmerling gehört zu den wenigen Frauen, die Mitte der 1960er in den Bayerischen Landtag gewählt worden war. Bis 1989 war sie SPD-Europaabgeordnete. Heute, im Alter von 93 Jahren, freut sie sich über ihre beiden Enkeltöchter und die vielen Urenkel.

Moderiert wurde das Zeitzeugengespräch von Birgit Mair, die Lilo Seibel-Emmerlings Biografie in ihrem Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen – Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden" publiziert hat. Vielen Dank an alle Kooperationspartner der Veranstaltung, die Georg-von-Vollmar-Akademie, das Quartiersbüro Spiegelfabrik Koordiniertes Stadtteilnetzwerk Oststadt, die Medienwerkstatt Franken e.V. und das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

4. bis 8. August 2025: Seminarwoche in Kochel am See

Vom 4. bis 8. August 2025 leitete Birgit Mair auf Schloss Aspenstein in Kochel am See ein Seminar zum Thema "Rechte Netzwerke in Ost- und Westdeutschland – Ein Streifzug durch die Geschichte von 1945 bis heute". Gastreferierende waren die Buchautorin Andrea Roepke, die Holocaust-Überlebende Eva Weyl und der bayerische Landtagsabgeordnete Horst Arnold. 18 Menschen nahmen am Wochenseminarteil und etwa 50 Menschen am Zeitzeugengespräch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

24. Juli 2025: Zoom-Besprechung mit dem Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser

Am 24. Juli 2025 führte Buchautorin Birgit Mair mit dem 101jährigen Holocaust-Überlebenden via Zoom eine Besprechung zum geplanten Buch über sein Leben durch.

23. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit Eva Weyl (online)

Am 23. Juli 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 90jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Zeitzeugengespräch für etwa 60 Schülerinnen der Realschule Wemding durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

16. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit Mina Gampel in Marktoberndorf

Am 16. Juli 2025 moderierte Birgit Mair an der Realschule Markoberndorf ein Zeitzeugengespräch mit der 84jährigen Holocaust-Überlebenden Mina Gampel. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler hörten zu und stellten zahlreiche Fragen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

14. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube (Online)

Am 14. Juli 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube ein Zeitzeugengespräch für Jugendliche des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Baden-Württemberg durch. Kooperationspartner war der Internationale Bund.

10. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit Eva Weyl (online)

Am Vormittag 10. Juli 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 90jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Zeitzeugengespräch für etwa 60 Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

9. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit Eva Weyl (online)

Am 9. Juli 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 90jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Zeitzeugengespräch für etwa 60 Schülerinnen und Schüler aus Luckenwalde und Oranienburg durch, die vom Verein Schlaglicht e.V. begleitet wurden. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

8. Juli 2025: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden in Nürnberg (Präsenz)

Am 8. Juli 2025 führte Birgit Mair mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube an der Beruflichen Schule 4 in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch durch, an dem etwa 100 Auszubildende und einige Studierende der Friedrich-Alexander-Universität teilnehmen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

28. Juni 2025: Interview mit der Holocaust-Überlebenden Klara Gorlatschowa

Am 28. Juni 2025 führte Birgit Mair mit der 88jährigen jüdischen Holocaust-Überlebenden Klara Gorlatschowa ein Interview durch und machte Fotos.

26. Juni 2025: Zeitzeugengespräch mit Eva Weyl (online)

Am Vormittag des 26. Juni 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 90jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Zeitzeugengespräch für Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

16. Juni 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Eva Umlauf in München

Am 16. Juni 2025 fand unser erstes gemeinsames Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Dr. Eva Umlauf in München statt. Kooperationspartner war die Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern. Knapp 70 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. Nach der Begrüßung der Gäste durch eine Mitarbeiterin des Caritas-Jugendwohnheims stellte Moderatorin Birgit Mair die Zeitzeugin, die zwischenzeitlich aus Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees ist, vor und erläuterte den Ablauf der Veranstaltung. Im Anschluss hielt Frau Dr. Umlauf einen Vortrag, zu dem sie Fotos aus ihrem Leben via Powerpoint präsentierte. Zudem las Frau Dr. Umlauf aus ihrer Autobiographie vor. Eva Umlauf (geb. Hecht) stammt aus einer slowakisch-jüdischen Familie. Ihre Eltern heirateten im März 1942, da sie hofften, durch die Heirat der Deportation zu entkommen. Ihre Mutter Agnes Gertrud, geb. Eisler, war Schneiderin, ihr Vater Imrich-Mirko Hecht arbeitete als Buchhalter. Beide wurden gezwungen, in einem 1941 eingerichteten Arbeitslager für Juden in der slowakischen Kleinstadt Nováky Zwangsarbeit zu leisten. In diesem Lager wurde Eva am 19. Dezember 1942 geboren. Im Herbst 1944 wurde sie mit ihren Eltern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Vergasungen bereits eingestellt worden. Eva wurde die Häftlingsnummer A-26959 eintätowiert. Sie wurde schwer krank und überlebte nur knapp. An ihren Vater hat sie keine aktive Erinnerung mehr. Er wurde noch kurz vor der Befreiung von Auschwitz-Birkenau im Januar 1945 in ein Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen in Melk deportiert. Dort starb er im Alter von 33 Jahren. Wie durch ein Wunder erlebten Eva, ihre in Auschwitz geborene jüngere Schwester und die Mutter die Befreiung durch die Rote Armee. Die meisten ihrer jüdischen Familienmitglieder wurden von den Nationalsozialisten ermordet.

11. Juni 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Düsseldorf

Am 11. Juni 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden und Künstlerin Mina Gampel im Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf ein Zeitzeugengespräch durch, an dem sich ca. 200 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten.

5. Juni 2025: Zoom-Besprechung mit dem Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser

Am 5. Juni 2025 führte Buchautorin Birgit Mair mit dem 101jährigen Holocaust-Überlebenden via Zoom eine Besprechung zum geplanten Buch durch. Sie interviewte den 101jährigen zu seiner Zeit in Shanghai (1939 bis 1947).

3. Juni 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Aufkirchen

Am 3. Juni 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden und Künstlerin Mina Gampel in der Montessorischule in Aufkirchen (bei Erding) ein Zeitzeugengespräch durch, an dem sich ca. 60 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See.

31. Mai 2025: Zoom-Besprechung mit dem Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser

Am 31. Mai 2025 führte Buchautorin Birgit Mair mit dem 101jährigen Holocaust-Überlebenden via Zoom eine Besprechung zum geplanten Buch durch. Besprochen wurde das Kapitel über seine Zeit in Berlin (1924-1939) sowie die dazugehörigen Bildunterschriften zu den Dokumenten und Fotos. Das Kapitel über Berlin ist fast fertig und wird knapp 100 Seiten umfassen.

23. Mai 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch in Nürnberg (Präsenz)

Am 23. Mai 2025 fand in der Städtischen und Staatlichen Wirtschaftsschule ein bewegendes Zeitzeugengespräch mit der hochbetagten Frau Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch statt. Veranstalterin war die Georg-von-Vollmar-Akademie. Buchautorin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. übernahm die Moderation. Charlotte Knobloch berichtete von den Tränen beim Abschied von ihrer geliebten Großmutter Albertine Neuland. Die Oma überlebte den nationalsozialistischen Terror nicht. Sie wurde nach Theresienstadt deportiert, wo man sie verhungern ließ. Frau Knobloch überlebte als Kind unter falscher Identität die NS-Zeit bei einer Bauernfamilie im mittelfränkischen Arberg. Ihre Retterin, die Katholikin Kreszentia Hummel, gab vor, Charlotte sei ihr uneheliches Kind. Nach Kriegsende wurde sie von ihrem Vater, der Jahre schwerer Zwangsarbeit überlebt hatte, wieder abgeholt und nach München gebracht. Jahrzehntelang saß Charlotte Knobloch auf gepackten Koffern gelebt - die Familie wollte eigentlich nicht im Land der Täter bleiben. Sie blieb schließlich in der bayerischen Landeshauptstadt und bekleidet seit 1985 das Amt der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und stellten der Zeitzeugin im Anschluss an ihrem Vortrag viele Fragen, die sie ausführlich beantwortete. Im Publikum saß eine weitere Holocaust-Überlebende, die 87-jährige Klara Gorlatschowa, die in der von den Deutschen besetzen Ukraine nur knapp überlebte. Ihre Überlebensgeschichte findet sich ebenso wie die von Frau Dr. Knobloch in Birgit Mairs Buch "Die letzten Zeuginnen und Zeugen - Meine Arbeit mit Holcoaust-Überlebenden".

21. Mai 2025: Vortragsveranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller in Gaißach (Oberbayern, Präsenz)

Am 21. Mai 2025 moderierte Birgit Mair eine Vortragsveranstaltung mit dem 81jährigen Holocaust- Überlebenden Roman Haller in der Mitteschule im oberbayerischen Gaißach. Mehr als achzig Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und einige stellten Fragen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See.

10. Mai 2025: Besuch bei der Holocaust-Überlebenden Klara Gorlatschowa

Am 10. Mai 2025 besuchte Buchautorin Birgit Mair die 87jährige jüdische Holocaust-Überlebende Klara Gorlatschowa in ihrer Wohnung.

5. Mai 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel im Deggendorf< (Präsenz)

Am 5. Mai 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf ein Zeitzeugengespräch durch. Etwa 70 Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und stellten Fragen.

2. Mai 2025: Zeitzeugengespräch mit Horst Bernard (Online)

Am 2. Mai 2025 fand ein Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard statt. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler nahmen im Rahmen eines Demokratietages daran teil. Initiiert wurde die Veranstaltung von den Jusos Rheingau-Taunus.

18. bis 30. April 2025: Recherchereise für das Buch über den Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser nach Berlin

Vom 18. bis 30. April 2025 unternahm Birgit Mair eine Recherchereise für das Buch über den Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser nach Berlin. Sie besuchte die drei Wohnhäuser, in denen Ernst Glaser zwischen 1934 und 1939 in Berlin-Charlottenburg gelebt hatte (Pestalozzistraße, Schlüterstraße, Niebuhrstraße). Sie besuchte die Schule in der Bleibtreustraße, in der Ernst Glaser - damals in die 19. Volksschule - eingeschult wurde. Auch fand sie den Ort, an dem die Private jüdische Waldschule (sog. Lessler-Schule) in der Hagenstraße stand, in der Ernst Glaser von 1934 bis 1939 Schüler war. Sie fand mit Hilfe der Verwaltung des jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee die Gräber seiner Großmutter väterlicherseits und seines Großvaters mütterlicherseits. Vielen Dank an den Schauspieler Niels Bruno Schmidt, der mit dabei war. Birgit Mair besuchte den Ort, an dem Ernst Glaser 1937 seine Bar Mitzwe hatte, die Synagoge in der Prinzregentenstraße, von der nur noch eine Gedenktafel übrig ist. Auch fotografierte sie die Reste der Synagoge in der Fasanenstraße. Ernst Glaser wurde als Jugendlicher Zeuge, wie die Synagoge in Flammen stand und die Feuerwehr die Flammen nicht löschte. Ein Besuch in der Bibliothek des jüdischen Gemeindezentrums in der Fasanenstraße war sehr lohnenswert. Vielen Dank an die nette Bibliothekarin für die Hilfestellungen. Sie besuchte auch das Haus in der Greveniusstraße 20b, in dem Ernst Glasers Großmutter mütterlicherseits vor ihrer Flucht nach Südafrika zwangsweise leben musste. Am 27. April 2025 wurden die ersten Ergebnisse der Recherchereise per Zoom-Videokonferenz mit dem zwischenzeitlich 101jährigen Ernest Glaser besprochen.

Die Holocaust-Überlebende Peggy Parnass starb im Alter von 97 Jahren in Hamburg – Ein liebenswerter Mensch ist tot


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Peggy Parnass bei der Einschulung
(Foto: Privatbesitz Peggy Parnass, Reproduktion Birgit Mair 2022)
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Peggy Parnass im November 2022 in Hamburg (Foto: Birgit Mair)

Peggy Parnass starb am Mittwoch, 12. März 2025 im Alter von 97 Jahren in Hamburg, der Stadt, in der sie 1927 geboren wurde. Ihre jüdischen Eltern wurden von den Nationalsozialisten in Treblinka ermordet. Peggy und ihr kleiner Bruder Gady gelangten mit Hilfe eines Kindertransports von Hamburg aus nach Schweden und überlebten so den Holocaust.

Ich lernte Peggy im Jahr 2022 kennen, als ich sie für mein Buch „Die letzten Zeuginnen und Zeugen – Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden“ mehrfach interviewen durfte. Peggy ist einer der liebenswertesten Menschen, denen ich je begegnet bin. Sie empfing mich mit offenen Armen und gab mir von Anfang an das Gefühl, eine Freundin zu sein. Umso trauriger bin ich nun, dass dieser Mensch nicht mehr unter uns ist. Gleichwohl bleibt die Erinnerung an eine aufrechte Antifaschistin, eine Kämpferin für die Rechte von Homosexuellen und anderen Minderheiten. Über viele Jahre war sie auch als Zeitzeugin aktiv und hat ihre Erfahrungen mit jungen Menschen geteilt. Bekannt wurde sie als streitbare Journalistin und Buchautorin.

Was von Peggy bleibt, ist nicht nur die Erinnerung an diesen liebenden Menschen, sondern es sind auch ihre zahlreichen Bücher, die sie verfasst hat, die Filme, in denen sie mitgewirkt hat. Meinen Dank möchte ich allen Menschen aussprechen, die sich bis zum Schluss liebevoll um die im Herzen immer jung gebliebene Peggy gekümmert haben.

Birgit Mair, Autorin des Buches „Die letzten Zeuginnen und Zeugen – Meine Arbeit mit Holocaust-Überlebenden“

Der Filmmitschnitt unserer gemeinsamen Zeitzeugenveranstaltung im Mai 2023 im Kulturschloss Wandsbek in Hamburg kann auf unserem YouTube-Kanal angesehen werden: Link zum Film

März 2025: Ausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" in Erlangen

Unsere Wanderausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" wurde im März 2025 im Gymnasium Fridericianum in Erlangen präsentiert. Die Ausstellung zeichnet das Leben des jüdischen Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz (1925-2013) nach. Josef Jakubowicz wurde 1925 in Oswiecim (Auschwitz) geboren. Fast seine gesamte jüdische Familie wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Als Jugendlicher musste er mehr als fünf Jahre lang in Zwangsarbeitslagern für Juden und in den KZs Groß-Rosen, Flossenbürg, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen schuften. Die Ausstellung beleuchtet auch sein en Kampf gegen Neonazis in der Nachkriegszeit sowie die Ermordung seines besten Freundes Shlomo Lewin 1980 und dessen Lebenspartnerin Frida Poeschke in Erlangen durch einen Neonazi.

19. März 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Aschaffenburg (Präsenz)

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Die 84jährige Mina Gampel beim Auftritt in Aschaffenburg (Foto: Birgit Mair)

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Schülerinnen und Schüler in Aschaffenburg hören Mina Gampel zu. (Foto: Birgit Mair)
Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler, viele Fragen und häufiger Applaus. Dies war das Ergebnis des Zeitzeugengespräches mit der 84jährigen Holocaust-Überlebenden und Künstlerin Mina Gampel am Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg am Vormittag des 19. März 2025. Vielen Dank für die Einladung und vielen Dank an die Georg-von-Vollmar-Akademie für die Kooperation.

17. März 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl (online)


Besprechung kurz vor Beginn der Veranstaltung am 17. März 2025

Am 17. März 2025 moderierte Birgit Mair ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl für ca. 70 Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Adam-Josef-Cüppers Berufskolleg in Ratingen (NRW). Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

13. März 2025: Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Augsburg (Präsenz)


Birgit Mair und Ernst Grube in Augsburg (Foto: Privat)

Am 13. März 2025 fand für Schüler der Franz-von-Assisi-Schule in Augsburg ein Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Birgit Mair moderierte die Veranstaltung, an der mehr als 50 Schülerinnen und Schüler teilnahmen, die sehr gut vorbereitet waren und überdurchschnittlich viele Fragen an den Zeitzeugen mitbrachten. Kooperationspartner war das JMD Respekt Coach Sonderprogramm zur Primärprävention gegen Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Augsburg.

11. März 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube für eine Schule ein Jena (Online)

Am 11. März 2025 fand für Schüler der SBSZ Jena-Göschwitz (Thüringen) ein Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie. Birgit Mair moderierte die Veranstaltung, an der mehr als 25 Schüler teilnahmen.

20. Februar 2025: Vortrag über den Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Nürnberg (Präsenz)

Am 20. Februar 2025 fand in der Mittelschule St. Leonhard in Nürnberg ein Vortrag von Birgit Mair über den Holocaust, Antisemitismus und das Leben des Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie. Etwa 25 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte nahmen daran teil.

18. Februar 2025: Zeitzeugengespräch mit Horst Bernard für eine Schule in Hannover (Online)


Horst Bernard und Moderatorin Birgit Mair beim Online-Zeitzeugengespräch (Fotoselfie: Birgit Mair)

Am Vormittag des 18. Februar 2025 fand ein Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Horst Bernard für die Käthe-Kollwitz-Schule (Gymnasium) in Hannover statt. Etwa 180 Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil und stellten zahlreiche Fragen.

13. Februar 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube an der Staatlichen Realschule in Zirndorf (Präsenz)


Ernst Grube an der Staatlichen Realschule Zirndorf (Foto: Birgit Mair)

Am 13. Februar 2025 fand an der Staatlichen Realschule Zirndorf ein Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie. Birgit Mair moderierte die Veranstaltung, an der 50 Schülerinnen und Schüler und mehrere Lehrkräfte teilnahmen.

7. Februar 2025: Teilnahme an der Paneldiskussion "Wehrhafte Demokratie - zivilgesellschaftliches Engagement: Was tun?" im Staatstheater Nürnberg


Birgit Mair (2. v. r. ) und weitere Podiumsteilnehmer*innen im Staatstheater Nürnberg (Foto: ISFBB e.V.)

Gemeinsam mit Heinrich Horwitz (Die Vielen), Martina Mittenhuber (Stabsstelle für Menschenrechte Nürnberg), Arne Semsrott (FragDenStaat) und Moderatorin Lene Grösch beteiligte sich Birgit Mair am 7. Februar 2025 an einer Pandeldiskussion zum Thema "Wehrhafte Demokratie - zivilgesellschaftliches Engagement: Was tun?" im Staatstheater Nürnberg. Achzig Interessierte nahmen daran teil.

3. Februar 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in Nürnberg


Ernst Grube an der Mittelschule St. Leonhard Nürnberg (Foto: Birgit Mair)

Am 3. Februar 2025 fand in der Mittelschule St. Leonhard in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie. Birgit Mair moderierte die Veranstaltung.

30. Januar 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in Roth bei Nürnberg

Am 30. Januar 2025 fand im Schloss Ratibor in Roth bei Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit dem 92jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Initiiert wurde es von Roth ist bunt, Birgit Mair moderierte die Veranstaltung.

28. Januar 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel am Marie-Curie-Gymnasium Neuss in Neuss

Am Nachmittag des 28. Januar 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 84jährigen Holocaust-Überlebenden Mina Gampel Marie-Curie-Gymnasium Neuss ein Zeitzeugengespräch durch, an dem etwa 75 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und eine weitere Holocaust-Überlebende teilnahmen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

28. Januar 2025: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel am Gymnasium Norf in Neuss

Am Vormittag des 28. Januar 2025 führte Birgit Mair gemeinsam mit der 84jährigen Holocaust-Überlebenden Mina Gampel am Gymnasium Norf in Neuss ein Zeitzeugengespräch durch, an dem mehr als 250 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte teilnahmen.

26. Januar 2025: Vortrag aus Anlass des Holocaust-Gedenktages - Birgit Mair berichtet über das Leben der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl

Etwa 150 Menschen kamen am 26. Januar 2025 ins Bürgerhaus Rees und hörten den Vortrag von Birgit Mair über die 89jährige Holocaust-Überlebende Eva Weyl. Eingeladen hatte die Stadt Rees am Niederrhein.

22. Januar 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in Nürnberg


Ernst Grube am Sigena-Gymnasium Nürnberg (Foto: Birgit Mair)

Der Holocaust-Überlebende Ernst Grube berichtete am 22. Januar 2025 am Sigena-Gymnasium Nürnberg von den nationalsozialistischen Verfolgungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung ISFBB e.V. Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler nahmen teil, einige stellten Fragen. Es war eine Kooperationsveranstaltung mit der Georg-von-Vollmar-Akademie.

14. Januar 2025: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in Erlangen

Ernst Grube berichtete am 14. Januar 2025 an der Städtischen Wirtschaftsschule Erlangen von den nationalsozialistischen Verfolgungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung ISFBB e.V. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler nahmen teil, einige stellten Fragen. Es war eine Kooperationsveranstaltung mit der Georg-von-Vollmar-Akademie.

13. Januar 2025: Online-Gespräch mit Ernest Glaser - hundertjähriger Holocaust-Überlebende berichtet von seiner Flucht über Shanghai in die USA

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Der 100jährige Ernest Glaser im September 2024 in Kalifornien (Foto: Birgit Mair)

Mehr als vierzig Interessierte nahmen am Abend des 13. Januar 2025 an der Online-Veranstaltung mit dem 100jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser teil. Es war eine eine Kooperationsveranstaltung von Akademie Frankenwarte und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken und dem ISFBB e.V.

28. November 2024: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in Nürnberg

Ernst Grube berichtete am 28. November 2024 in der Cultfactory Luise Nürnberg in Nürnberg von den nationalsozialistischen Verfolgungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung ISFBB e.V. Mehr als 90 Menschen nahmen teil und stellten Fragen. Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Seine Mutter war jüdisch, sein Vater evangelisch. Nach der Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge im Juni 1938 wurden die unmittelbar angrenzenden Gebäude der israelitischen Kultusgemeinde in der Herzog-Max Straße „arisiert“, d.h. geraubt. Die Grube-Familie wurde aus ihrer dortigen Mietwohnung vertrieben. In ihrer Not brachten die Eltern Ernst und seine beiden Geschwister zwei Tage vor dem Novemberpogrom 1938 in ein jüdisches Kinderheim. Fast alle der dort untergebrachten Kinder wurden später von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ernst und seine beiden Geschwister mussten ab Frühjahr 1942 in das „Judenlager Milbertshofen“, später bis April 1943 in ein weiteres Lager in Berg am Laim. Drei Monate vor Kriegsende wurden die Grube-Kinder und ihre Mutter in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 inhaftiert waren.

Bis heute kämpft Ernst Grube aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Elser-Preis der Landeshauptstadt München sowie dem Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen. Ernst Grube ist Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Im Jahr 2023 wurde ihm das Ehrenbürgerrecht der Stadt München sowie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

9. November 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz (Online)

Am 9. November 2024 fand für Studierende der Pädagogik im Rahmen einer Fortbildung der Kolpingakademie Augsburg ein Online-Zeitzeugengespräch mit der 84jährigen Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Etwa Einhundert Schüler:innen und Lehrkräfte nahmen daran teil.

8. November 2024, 17 Uhr: Nie wieder ist jetzt Zeitzeugengespräch und Buchvorstellung mit der Holocaust-Überlebenden Lilo Seibel-Emmerling in Weiden/Oberpfalz

Am 8. November 2024 berichtete die 92-jährige Holocaust-Überlebende Lilo Seibel-Emmerling im Gespräch mit der Autorin des Buches "Die letzten Zeuginnen und Zeugen", Birgit Mair, vor mehr als vierzig Zuhörerinnen und Zuhörern in der Volkshochschule Weiden/Oberpfalz von den Verfolgungen ihrer Familie durch die Nationalsozialisten. Als Kind eines jüdischen Vaters überlebte sie die NS-Zeit in Berlin. Auch wird sie als eine der ersten weiblichen bayerischen Landtagsabgeordneten über die politische Atmosphäre der Nachkriegsjahrzehnte sowie ihr Engagement als SPD-Europaabgeordnete berichten. Lilo Seibel-Emmerling wurde als Lieselotte Sachs im Februar 1932 im oberschlesischen Leobschütz (später G?ubczyce) geboren. Ihr Vater war jüdisch. Ihre Mutter kam aus einer katholischen Familie und war infolge der Heirat mit Lilos Vater zum Judentum konvertiert. Nachdem die Auswanderungspläne der Eltern scheiterten, zog die Familie nach Berlin und überlebte dort unter schwierigsten Bedingungen.

7. November 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz (Präsenz)

Am 7. November fand ein Zeitzeugengespräch mit der 84jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Franz für knapp 50 Schülerinnen und Schüler an der Staatlichen Realschule Zirndorf statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

6. November 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz (Präsenz)

Am 6. November fand ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Franz für knapp 50 Schülerinnen und Schüler an der Staatlichen Realschule Zirndorf statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

29. Oktober 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube (Online)

Am 29. Oktober 2024 führte Birgit Mair als Moderatorin gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für knapp siebzig Studierende und Beschäftigte der Technischen Universität Dortmund durch.

25. Oktober 2024: "Erinnerungen an Überleben und Hoffnung" im Gespräch mit dem Shoah-Überlebenden Ernst Grube" in Schwandorf (Hybrid-Veranstaltung)

Am 25. Oktober 2024 fand in der Schwandorfer Spitalkirche ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährige jüdischen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt. Der gebürtige Münchner und Shoah-Überlebende Ernst Grube berichtete als einer der letzten Zeugen über die persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten des Dritten Reichs. In diesem einzigartigen Gespräch teilte der Überlebende nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine persönliche Perspektive auf Menschlichkeit, Hoffnung und Überlebenskraft. Die Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair, die seit 2005 mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt hat, führte durch das Gespräch und bettete die Erzählungen des Zeitzeugen in den historischen Kontext ein und präsentierte Bilder und Dokumente aus seinem Leben. Die Veranstaltung wollte zeigen, wie wichtig die Fortführung einer "Erinnerungskultur" in der Gesellschaft ist – gerade dann, wenn es einmal keine lebenden Zeitzeugen mehr geben wird. Mehr als siebzig Menschen nahmen in Präsenz teil sowie 17 online. Vielen Dank an die Volkshochschule Schwandorf für die Einladung.

7. bis 11. Okotober 2024: Bildungsurlaub "Den Worten folgen Taten? Rechter Terror in Deutschland" mit Birgit Mair auf Schloss Aspenstein in Kochel am See (Oberbayern)

Vom 7. bis 11. Oktober 2024 leitete Birgit Mair auf Schloss Aspenstein in Kochel am See im Auftrag des Bayerischen Seminars für Politik e.V. ein Seminar zum Thema "Den Worten folgen Taten? Rechter Terror in Deutschland", an dem 13 Multiplikator:innen teilnahmen. Als Gastreferierende konnten der Journalist und Rechtsextremismus-Experte Robert Andreasch, der Holocaust-Überlebende Ernst Grube sowie Robert Höckmayr gewonnen werden. Herr Höckmayr verlor beim rechtsterroristischen Oktoberfestanschlag 1980 zwei Geschwister. Er selbst und weitere Familienangehörige wurden schwer verletzt.

Bereits in der Weimarer Republik übten extrem rechte und antidemokratische Gruppierungen Terror aus, der im staatlich organisierten Terror des Nationalsozialismus und der fabrikmäßigen Ermordung europäischer Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma und weiterer Opfergruppen im Holocaust gipfelte. Das Seminar bot einen Streifzug durch die Geschichte des rechten Terrors von der Weimarer Republik bis heute und lässt Betroffene rechter Gewalt zu Wort kommen. Der Schwerpunkt des Seminars lag auf der Darstellung rechter, antisemitischer, antiziganistischer, rassistischer, sozialdarwinistischer und homophober Propaganda nach 1945 bis hin zum rechten Terror in Deutschland und dem Umgang damit durch Behörden, Medien und Zivilgesellschaft. Beispielhaft wurde der antisemitische Doppelmord in Erlangen im Jahr 1980 beleuchtet. Vertiefend wurde dann rechter Terror der letzten Jahre dargestellt und analysiert: Aus der Sicht von Tätern, Opfern und Zuschauern wurden die Verbrechen des NSU (1998-2011), der rechtsterroristische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München 2016 beleuchtet. Es wurden Handlungsstrategien entwickelt, wie wir rassistischer Hetze Einhalt gebieten können und es wurden Hilfsangebote vorgestellt, die Betroffene unterstützten.

7. Oktober 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl (online)

Am 7. Oktober 2024 moderierte Birgit Mair ein Online-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl für 120 Schülerinnen und Schüler aus Bayreuth. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bezirksjugendring Oberfranken.

4. Oktober2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Nürnberg (Präsenzveranstaltung)

Am 4. Oktober 2024 fand an der Lothar-von-Faber-Fachoberschule Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem rund 180 Jugendliche und Erwachsene teilnahmen. Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair, die seit 2005 mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt hat, moderierte die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie stattfand.

30. September 2024: Die letzten Zeug*innen des Holocaust: Ein Online-Gespräch mit dem 100jährigen Ernest Glaser

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Ernest Glaser mit seinen Schulzeugnissen aus Berlin. (Foto: Birgit Mair)

Am 30. September 2024 fand moderiert von Birgit Mair in Kooperation mit der Akademie Frankenwarte e.V. ein Hybrid-Zeitzeugengespräch mit dem 100jährigen jüdischen Holocaust-überlebenden Ernst Glaser (später Ernest Glaser) statt, an dem mehr als vierzig Menschen teilnahmen. Ernest Glaser wurde 1924 als Ernst Glaser in Berlin geboren. Der heute 100-jährige Glaser entstammt einer jüdischen Familie. Seine Mutter wuchs in Plauen auf, sein Vater in Plathe in Pommern. In Berlin besuchte Ernst zunächst eine Volksschule und später die Lessler-Oberrealschule im Grunewald. Im November 1938 wurde er Zeuge der Pogromnacht in der „Reichshauptstadt“ der NSDAP. Er sah, wie die Synagoge in der Fasanenstraße brannte. Verwandte von ihm wurden verhaftet. Im Juni 1939 schafften es seine Eltern, mit einem Schiff von Italien aus nach Shanghai zu fliehen. Dort lebte die Familie bis zum Kriegsende, zeitweise in einem Ghetto, in dem etwa 18.000 Jüdinnen und Juden zusammengepfercht leben mussten. Das Ghetto in der Hafengegend wurde auf Betreiben Nazi-Deutschlands von den japanischen Besatzern eingerichtet und streng kontrolliert. Die Befreiung erlebte Ernst Glaser Anfang September 1945 in Shanghai.

18. bis 25. September 2024: Besuch beim Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser in den USA

Buchautorin Birgit Mair war vom 18. bis 25. September 2024 in Kalifornien in den USA. An vier Tagen interviewte und filmte sie den 100jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser, der 1924 als Ernst Glaser in Berlin geboren wurde. Auch konnte sie zahlreiche Fotos und Dokumente aus seiner Zeit auf der Flucht in Shanghai sowie aus Berlin reproduzieren. Birgit Mair und das ISFBB werden die mehr als 200 Seiten umfassende Autobiographie des Holocaust-Überlebenden in deutscher Sprache verlegen. Diese erscheint voraussichtlich spätestens Mitte 2025. Vorbestellungen sind bereits jetzt möglich per E-Mail an info@isfbb.de

16. September 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl (online)

Am 16. September 2024 moderierte Birgit Mair ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl für 90 Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Adam-Josef-Cüppers Berufskolleg in Ratingen (NRW). Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

4. September 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl (online)

Am 4. September 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler des Stadtgymnasiums Porz in Köln durch. Insgesamt nahmen mehr als fünfzig Schüler/innen daran teil. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

29. Juli bis 2. August 2024: Bildungsurlaub "Rechte Netzwerke in Ost- und Westdeutschland - Ein Streifzug durch die Geschichte von 1945 bis 2024" mit Birgit Mair auf Schloss Aspenstein in Kochel am See (Oberbayern)

Das Seminar mit dem Titel "Rechte Netzwerke in Ost- und Westdeutschland - Ein Streifzug durch die Geschichte von 1945 bis 2024" beleuchtete in komprimierter Form den Umgang mit den NS-Verbrechen in Westdeutschland und in der DDR. Hierbei wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf extrem rechte politische Strömungen erläutert. Kontinuitäten rechten Terrors vom Oktoberfestattentat, den antisemitischen Doppelmord in Erlangen 1980, die NSU-Morde bis hin zum Terror in Halle und Hanau werden ebenso skizziert wie die mehr als zweihundert rechts motivierten Morde der letzten fünfzig Jahre. Hierbei wurde auch die Perspektive von Betroffenen rechter Gewalt eingenommen. So berichtete der 91jährige Holocaust-Überlebende Ernst Grube per Online-Zuschaltung über die antisemitischen Diskriminierungen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Schwerpunkt des Seminars lag auf den jüngeren rechten Projekten der letzten zehn Jahre. Hierbei wurde auf die klassische Neonaziszene, aber auch auf extreme Rechte, völkische Siedlungsbewegungen und die Reichsbürgerszene eingegangen. Andrea Roepke klärte per Online-Zuschaltung über völkische Siedlungsbewegungen in Ost- und Westdeutschland auf. Auch die Entwicklungen der AfD sowie deren unterstützendes Netzwerk (IB, Einprozent usw.) wurden beleuchtet und die Radikalisierung und das Verbreiten von FakeNews, Halbwahrheiten, Desinformation und Verschwörungsideologien im Internet thematisiert. Niklas Fischer vertiefte das Thema, indem er über "Mythos Auschwitz" sprach und dabei die Angriffe neurechter Netzwerke auf die Erinnerungskultur thematisierte. Neben Ursachenanalysen für Rechtsentwicklungen wurden schließlich auch Handlungsempfehlungen für den Umgang mit rechten Tendenzen im Internet, auf der Straße und in den Parlamenten vorgestellt. Kooperationspartner des Wochenseminars war die Georg-von-Vollmar-Akademiie in Kochel

18. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube (Online)

Am 18. Juli 2024 führte Birgit Mair als Moderatorin gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für drei Schulklassen der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürnberg ein Online-Zeitzeugengespräch durch, an dem etwa 50 Menschen teilnahmen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

17. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz (Online)

Am 17. Juli 2024 fand ein Online-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Franz für etwa 70 Schülerinnen und Schüler der Anton-Jaumann-Realschule Wemding statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

15. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube (Online)

Am 15. Juli 2024 führte Birgit Mair als Moderatorin gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für drei Schulklassen der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürnberg ein Online-Zeitzeugengespräch durch, an dem etwa 50 Menschen teilnahmen. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

Juni 2024: Ausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" in Forchheim

Im Juni 2024 wurde die Wanderausstellung "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz" über den Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz (1925-2013) in der Georg-Hartmann-Realschule Forchheim gezeigt.

10. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Nürnberg

Am 10. Juli 2024 fand an der Mittelschule St. Leonhard in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Knapp fünfzig Schüler:innen und zwei Lehrkräfte nahmen daran teil. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt.

8. Juli 2024: Veranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller (Online)

Am 8. Juli 2024 berichtete Roman Haller Jugendlichen aus Dingolfing via Zoom aus seinem Leben. Roman Haller kennt seinen genauen Geburtstag nicht. Irgendwann zwischen 7. und 10. Mai 1944 wurde er in einem Waldstück in der von den Deutschen besetzten Sowjetunion (heute Ukraine) geboren. Der genaue Ort ist ihm nicht bekannt. Seine Eltern, Ida und Lazar Haller, konnten mit Hilfe anderer aus einem Ghetto und Zwangsarbeiterlager entkommen und sich mit einer Gruppe weiterer Jüdinnen und Juden in einem Bunker im Wald verstecken. Ohne die Hilfe des Wehrmachtsmajors Eduard Rügemer und seiner polnischen Geliebten Irena Gut hätten sie vermutlich nicht überlebt. Rügemer und Gut versorgten Roman Hallers Eltern unter anderem mit Lebensmitteln. Es stand zur Debatte, Roman Haller nach der Geburt erdrosseln zu müssen, da er eine große Gefahr darstellte: Ein schreiendes Baby hätte die gesamte zwölfköpfige Gruppe verraten können. Dass er heute zu uns sprechen kann, gleicht einem kleinen Wunder.

5. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Scheinfeld (Präsenz)

Am 5. Juli 2024 fand für etwa 150 Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Scheinfeld ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Die Veranstaltung selbst fand in der Aula des benachbarten Gymnasiums statt. Seit 2014 halten Eva Franz und Birgit Mair regelmäßig Zeitzeugengespräche am BSZ in Scheinfeld ab.

3. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Ratingen (online)

Am 3. Juli 2024 fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie ein Online-Zeitzeugengespräch mit der 83jährigen Auschwitz-Überlebenden Eva Franz für mehr als fünfzig Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Adam-Josef-Cüppers Berufskolleg in Ratingen statt. Die Sintezza Eva Franz überlebte als Kind auch die KZ Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen. Moderiert wurde das Gespräch von Buchautorin Birgit Mair. Sie präsentierte Dokumente zu Eva Franz und ihrer Familie aus den NS-Archiven.

2. Juli 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in München (Präsenzveranstaltung)

Am 2. Juli 2024 fand an der FOS München-West ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem rund 200 Jugendliche und Erwachsene teilnahmen. Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair, die seit 2005 mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt hat, moderierte die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie stattfand.

28. Juni 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl

Am 28. Juni 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler einer Schule in Berlin und Luckenwalde durch. Insgesamt nahmen etwa vierzig Schüler/innen daran teil. Kooperationspartner waren Schlaglicht e.V. und die Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

24. bis 26. Juni 2024: "Auf nach Nürnberg!" Antisemitismus und jüdisches Leben am Beispiel Nürnbergs

Vom 24. bis 26. Juni 2024 leitete Birgit Mair im Auftrag der Akademie Frankenwarte e.V. Würzburg ein Bildungsseminar zum Thema "Antisemitismus und jüdisches Leben am Beispiel Nürnberg" im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg. Sie führte die Gruppe erwachsener Teilnehmer/innen auf den Spuren jüdischen Lebens und Leidens durch die Nürnberger Innenstadt, auf das ehemalige NSDAP-Reichsparteitagsgelände und in das Memorium Nürnberger Prozesse. Auch neuere Formen des Antisemitismus sowie die Folgen der terroristischen Angriffe gegen die israelische Zivilbevölkerung am 7. Oktober 2023 und deren Folgen wurden thematisiert. Ursula Rößner, Tochter der Holocaust-Überlebenden Eva Rößner, berichtete aus ihrer Familiengeschichte und beantworte Fragen aus dem Publikum.

20. Juni 2024: Workshop zu Rassismus und Antisemitismus in Büchenbach

Gelungenes Debut: Am 20. Juni 2024 gestalteten Birgit Mair und Eric Lynn erstmals gemeinsam einen Workshop. In der Montessorischule Büchenbach im Landkreis Roth arbeiteten sie zu den Themen Rassismus und Antisemitismus. Teil der Veranstaltung war auch die Lebensgeschichte von Eric Lynn, dessen jüdische Eltern den Holocaust durch Flucht nach Palästina überlebten. Mehr als vierzig Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte nahmen an der Veranstaltung in Büchenbach teil. Kooperationspartner war das Bayerische Seminar für Politik e.V. in München.

13. Juni 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Nürnberg


Zeitzeugengespräch mit Eva Franz in der Mittelschule St. Leonhard (Foto: Birgit Mair)

Am 13. Juni 2024 fand an der Mittelschule St. Leonhard in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Etwa 25 Schüler:innen und zwei Lehrkräfte nahmen daran teil. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie statt.

11. Juni 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Nürnberg

Am 11. Juni 2024 fand an der Peter-Henlein-Schule in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Knapp sechzig Schüler:innen und zwei Lehrkräfte nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde gefördert von der Petra-Kelly-Stiftung.

6. Juni 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Scheinfeld (Präsenzveranstaltung)


Zeitzeugengespräch mit Eva Franz in Scheinfeld (Foto: Birgit Mair)

Am 6. Juni 2024 fand an der Real- und Fachoberschule Schloss Schwarzenberg in Scheinfeld ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. 130 Schüler:innen und Lehrkräfte nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt.

4. Juni 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller


Roman Haller 2023 in München (Foto: Birgit Mair)

Am 4. Juni 2024 fand in Kooperation mit der Stadt Herten und dem Programm "Demokratie leben" ein Online-Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller statt. Herr Haller kennt seinen genauen Geburtstag nicht. Irgendwann zwischen 7. und 10. Mai 1944 wurde er in einem Waldstück in der von den Deutschen besetzten Sowjetunion (heute Ukraine) geboren. Der genaue Ort ist ihm nicht bekannt. Seine Eltern, Ida und Lazar Haller, konnten mit Hilfe anderer aus einem Ghetto und Zwangsarbei- terlager entkommen und sich mit einer Gruppe weiterer Jüdinnen und Juden in einem Bunker im Wald verstecken. Ohne die Hilfe des Wehrmachtsmajors Eduard Rügemer und seiner polnischen Geliebten Irena Gut hätten sie vermutlich nicht überlebt. Rügemer und Gut versorgten Roman Hal- lers Eltern unter anderem mit Lebensmitteln. Es stand zur Debatte, Roman Haller nach der Geburt erdrosseln zu müssen, da er eine große Gefahr darstellte: Ein schreiendes Baby hätte die gesamte zwölfköpfige Gruppe verraten können. Dass er heute zu uns sprechen kann, gleicht einem kleinen Wunder. Nach der Befreiung durch die Rote Armee lebte die Familie im DP-Lager München-Freimann. Ziel war die Auswanderung in die USA. Letztendlich blieben sie aber in München, wo Roman Haller aufwuchs und noch heute lebt. Sein Retter, Eduard Rügemer, ein gebürtiger Nürnberger, wurde für ihn für einige Jahre zu einem Ersatzopa. Mit seiner Retterin Irena Gut war der Überlebende ebenfalls in Kontakt. Er verfasste Bücher zur Nachkriegsgeschichte der Juden in Deutschland und ist Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Das Theaterstück »Irena’s Vow« behandelt Roman Hallers Überlebensgeschichte und wurde 2009 auf dem Broadway aufgeführt.

3. Juni 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl

Am 3. Juni 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler einer Schule in Fürstenberg und Hennigsdorf durch. Insgesamt nahmen etwa fünfunddreißig Schüler/innen daran teil. Kooperationspartner waren Schlaglicht e.V. und die Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

15. Mai 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Nürnberg

Am 15. Mai 2024 fand an der Peter-Henlein-Schule in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Knapp vierzig Schüler:innen und eine Lehrkraft nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde gefördert von der Petra-Kelly-Stiftung.

14. Mai 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Lappersdorf (Präsenzveranstaltung)

Am 14. Mai 2024 fand im Gymnasium in Lappersdorf bei Regensburg ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem rund 150 Jugendliche und Erwachsene teilnahmen. Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair, die seit 2005 mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt hat, moderierte die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern und der Akademie Frankenwarte e.V. stattfand.

8. Mai 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz (online)

Am 8. Mai 2024 fand in Kooperation mit den Jusos Hessen-Süd ein Online-Zeitzeugengespräch mit der 83jährigen Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt. Die Sintezza überlebte als Kind auch die KZ Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen. Moderiert wurde das Gespräch von Buchautorin Birgit Mair. Sie präsentierte Dokumente zu Eva Franz und ihrer Familie aus den NS-Archiven.

30. April 2024: Ende der Zeitzeugenschaft? Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Amberg (Präsenzveranstaltung)

Am Abend des 30. April 2024 fand im Rathaussaal Amberg ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, an dem rund 100 Menschen teilnahmen. Mit Ernst Grube konnte an diesem Abend einer der letzten noch lebenden Shoa-Überlebender von seinen Verfolgungen durch die Nationalsozialisten berichten. Die Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair, die seit 2005 mehr als fünfhundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt hat, führte durch das Gespräch. Sie präsentierte Bilder und Dokumente aus seinem Leben. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig die Fortführung einer "Erinnerungskultur" in der Gesellschaft ist - gerade dann, wenn es einmal keine lebenden Zeitzeugen mehr geben wird.

Veranstaltet von: Katholische Erwachsenenbildung (KEB) mit VHS und Stadtbibliothek Amberg

Zur Person Ernst Grube: Seine Mutter war Jüdin; sein nichtjüdischer, kommunistischer Vater weigert sich, in eine Scheidung einzuwilligen und so seine Familie dem Vernichtungswahn der Nazis preiszugeben. Die drei Kinder kamen in ein jüdisches Kinderheim, das sie ab September 1941 nicht mehr verlassen durften. Im April 1942 wurde es aufgelöst. Ernst Grube und seine Geschwister wurden zunächst in das Sammel- und Deportationslager in Milbertshofen geschickt, dann 1942 nach Berg am Laim in die „Heimanlage für Juden“ verlegt. Nach über vier Jahren Heim- und Lageraufenthalt konnten die Kinder zu ihren Eltern zurück. Doch im Februar 1945 wurde Ernst Grube gemeinsam mit seiner Mutter und den Geschwistern nach Theresienstadt deportiert; zu einem Zeitpunkt, als die Befreiung des KZ Theresienstadt kurz bevorstand. Die Familie überlebte und wurde Anfang August 1945 in München wiedervereint.

30. April 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl

Am Vormittag des 30. April 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler einer Schule in Berlin-Schöneberg und Luckau durch. Insgesamt nahmen etwa vierzig Schüler/innen daran teil. Kooperationspartner waren Schlaglicht e.V. und die Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

26. April 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Nürnberg (Präsenzveranstaltung)

Am Abend des 26. April 2024 fand im Gewerkschaftshaus (Korn's) ein Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Knapp 100 Menschen nahmen an der Kooperationsveranstaltung des Bündnis Nazistopp mit ver.di und VVN-BdA teil.

26. April 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Nürnberg (Präsenzveranstaltung)

Am Vormittag des 26. April 2024 fand an der Städtischen Wirtschaftsschule in Nürnberg ein Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Knapp siebzig Schüler:innen und Lehrkräfte nahmen daran teil. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie durchgeführt.

25. April 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl in Köln

Am 25. April 2024 fand im NS-Dok (El-De-Haus) in Köln ein Zeitzeugengespräch mit der 88jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl für mehr als vierzig Schülerinnen und Schüler einer Kölner Schule statt. Moderiert wurde das Gespräch von Birgit Mair. Die Veranstalter waren die Kulturretter:innen in Berlin.

22. April 2024: Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube in Rüsselsheim

Am 22. April 2024 fand im Historischen Sitzungssaal (Trauzimmer) des Rathauses Rüsselsheim am Main ein berührendes Zeitzeugengespräch mit dem 91-jährigen Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt, das von Birgit Mair moderiert wurde. Martin Burghardt, der Oberbürgermeister von Rüsselsheim hielt ein inhaltsstarkes Grußwort. Etwa 100 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil und stellten Fragen. Ein Paar war sogar von Rastatt angereist, wie sich im Gespräch beim anschließenden informellen Gespräch herausstellte.

21. März 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz in Schwabach (Präsenzveranstaltung)


Das Interesse am Zeitzeugenvortrag mit Eva Franz in Schwabach war groß (Foto: Birgit Mair)

Am 21. März 2024 fand im Haus der Begegnungen in Schwabach ein berührendes Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz statt. Inmitten der jüngsten Welle von Demonstrationen für Demokratie und Vielfalt ist der Ruf "Nie wieder ist jetzt!" wieder deutlich zu hören. Auch während der jüngsten Kundgebung in Schwabach haben zahlreiche engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesen Aufruf betont. Ein "Nie wieder", das insbesondere auf den Holocaust verweist. 80 Jahre sind vergangen, seitdem die Shoa als Völkermord an den Juden, die Ermordung der Sinti und Roma sowie von Millionen von Menschen vor allem aus Osteuropa durch die Deutschen im Nationalsozialismus vollzogen wurde. Es war das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, mit dem systematischen Mord an mehr als sechs Millionen Menschen. Die Zahl der Überlebenden nimmt stetig ab, und viele von ihnen haben ein hohes Alter erreicht. Die Gelegenheiten, Holocaustüberlebende zu treffen, werden seltener. Die persönlichen Begegnungen und die damit verbundenen Erinnerungen sind von unschätzbarem Wert und müssen weitergegeben werden. Nur durch Erinnerung und Verständnis können wir verhindern, dass sich die Gräueltaten von damals wiederholen. Die Bürgerstiftung Unser Schwabach und der Förderverein für Integrationsarbeit „Gemeinsam leben in Schwabach“ e.V. organisierten das Zeitzeugengespräch. Eva Franz überlebte als Kind die Lager Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen. Im Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurde ihr die Häftlingsnummer 4167 in den Unterarm eintätowiert. Sie wird auf ergreifende Art und Weise ganz persönlich berichten. Das Gespräch wurde von Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. aus Nürnberg begleitet und moderiert. 70 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil.

20. März 2024: Vortragsveranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller in Aufkirchen bei Erding


Roman Haller an der Montessorischule Aufkirchen (Foto: Birgit Mair)

Am 20. März 2024 moderierte Birgit Mair eine Vortragsveranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller in der Montessorischule in Aufkirchen bei Erding. Mehr als siebzig Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil. Im Anschluss an den Vortrag wurden Fragen gestellt. Einige Schülerinnen und Schüler haben uns außerdem mit einem hervorragenden, selbstgekochten Drei-Gänge-Menü überrascht. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See.

19. März 2024: Interview und Fotoshooting mit der 92-jährigen Holocaust-Überlebenden Lilo Seibel-Emmerling in Nürnberg


Birgit Mair und Lilo Seibel-Emmerling im März 2024 (Foto: Selfie Birgit Mair)

Am 19. März 2024 besuchte Birgit Mair die 92-jährige Holocaust-Überlebende Lilo Seibel-Emmerling in Nürnberg und führte mit ihr ein erneutes Interview. Unter anderem ging es um den künftigen Umgang mit den mehr als 1000 Dokumenten und Fotos aus der NS-Zeit, die wir reproduziert haben. Darüber hinaus hat Birgit Mair wieder schöne Portraitfotos von der ehemaligen Landtags- und Europaabgeordneten gemacht.

13. März 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit dem 100jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser


Birgit Mair im Gespräch mit dem 100jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser (Screenshot: Birgit Mair / ISFBB e.V.)

Mehr als einhundert Menschen nahmen an dem bewegenden, knapp zweistündigen Online-Zeitzeugengespräch mit dem 100jährigen Holocaust-Überlebenden Ernest Glaser teil, das von Birgit Mair organisiert und von in Kooperation mit Demokratie leben! der Stadt Herten durchgeführt wurde. Ernest (Ernst) Glaser wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Berlin geboren. Im November 1938 wurde er Zeuge der Pogromnacht in der »Reichshauptstadt« der NSDAP. Er sah, wie die Synagoge in der Fasanenstraße brannte. Verwandte von ihm wurden verhaftet. Im Juni 1939 schafften es seine Eltern, mit einem Schiff von Italien aus nach Shanghai zu fliehen. Dort lebte die Familie bis zum Kriegsende, zeitweise in einem Ghetto, in dem etwa 18.000 Jüdinnen und Juden zusammengepfercht leben mussten.

7. März 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Mina Gampel in Ellwangen (Präsenz)

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Moderatorin Birgit Mair und Mina Gampel in Ellwangen (Selfie: Birgit Mair)
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Mina Gampel in Ellwangen (Foto: Birgit Mair)
Das Debut mit der jüdischen Holocaust-Überlebenden und Künstlerin am 7. März 2024 mit Birgit Mair als Moderatorin am Peutinger Gymnasium im Baden-Württembergischen Ellwangen ist mehr als gelungen! Mina Gampel (geb. Juszkiewicz) wurde am 14. August 1940 in Pinsk im heutigen Weißrussland geboren. Die allermeisten der 30.000 Einwohner*innen waren jüdisch. Mina war das achte Kind einer armen jüdischen Familie. Ihr Vater arbeite abwechselnd als Schuster und Fischer; die Mutter verkaufte belegte Brote. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Sowjetunion im Juni 1941 floh die Familie fast fünftausend Kilometer in Richtung Südosten. Diese Entscheidung war lebensrettend, denn fast alle Pinsker Jüdinnen und Juden wurden von den Deutschen ermordet. Über Kiew und Stalingrad gelangte die zehnköpfige Familie in den asiatischen Teil der Sowjetunion, nach Samarkand und Taschkent in Usbekistan und schließlich nach Kirgistan. Auf dem Weg dorthin wurde der Vater, Mosche Juszkiewicz, in die Rote Armee eingezogen. Zwei Brüder von Mina starben an Krankheiten, einer wurde von einem Wehrmachtssoldaten erschlagen. Mutter Chasche-Lea (geb. Furman) lebte nun mit fünf Kindern alleine in Frunse (heute Bischkek). Die Familie erhielt Unterstützung aus den Reihen der Bevölkerung der kirgisischen Stadt. Noch vor Kriegsende desertierte der Vater, um die Familie zu unterstützen. Er fand seine Frau und die Kinder, musste sich als Deserteur jedoch verstecken. Nach Kriegsende wollte die Familie zurück nach Pinsk, erhielt jedoch keine Reiseerlaubnis dorthin. Man schickte sie wie viele andere jüdische Überlebende ins polnische Stettin. Dort besuchte Mina die Schule bis zur Mittleren Reife und heiratete später. 1957 wurde ihr die Ausreise nach Israel erlaubt, wo sie sich zehn Jahre lang aufhielt. Sie wurde dort Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den Kindern siedelte sie 1967 nach Deutschland um. Seit 1969 lebt und arbeitet sie in Stuttgart, wo sie lange Zeit als Kindergärtnerin tätig war. Noch im hohen Alter studierte sie im Rahmen eines Studium Generale Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart. Zudem absolvierte sie Ausbildungen an der Kunstakademie Esslingen und an der Europäischen Kunstakademie der Bildenden Künste in Trier. Sie ist eine überregional bekannte, jüdische Künstlerin. Seit 1993 ist sie Dozentin an der Kunstakademie Esslingen. Motive ihrer Bilder sind unter anderem Szenen aus den von den Nazis zerstörten jüdischen Schtetl in Osteuropa. Ihre Kunstwerke wurden in Museen und Galerien ausgestellt, unter anderem in Nancy, Zürich, Genf, Berlin, Stuttgart, Tel Aviv, Antwerpen, Stettin, Warschau und London. Als Künstlerin ist bis heute aktiv.

Vielen Dank an die engagierten Schülerinnen am Peutinger Gymnasium Ellwangen, die die Veranstaltung initiiert haben. Und vielen Dank für die interessierten Fragen! Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit der Georg-von-Vollmar-Akademie. Mehr als fünfzig Schülerinnen und Schüler nahmen daran teil.

6. März 2024: Veranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller (Online)

Am 6. März 2024 berichtete Roman Haller mehr als einhundert Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Ergolding aus seinem Leben. Roman Haller kennt seinen genauen Geburtstag nicht. Irgendwann zwischen 7. und 10. Mai 1944 wurde er in einem Waldstück in der von den Deutschen besetzten Sowjetunion (heute Ukraine) geboren. Seine Eltern konnten mit Hilfe anderer aus einem Ghetto und Zwangsarbeiterlager entkommen und sich mit einer Gruppe weiterer Jüdinnen und Juden in einem Bunker im Wald verstecken. Ohne die Hilfe des Wehrmachtsmajors Eduard Rügemer und seiner polnischen Geliebten Irena Gut hätten sie vermutlich nicht überlebt. Die Schülerinnen und Schüler stellten zahlreiche Fragen, auch zum Thema Antisemitismus und zur Situation in Israel/Palästina. Die Vortragsveranstaltung wurde initiiert vom Programm Respekt Coach des Mugendmigrationsdienstes Landshut beim Katholischen Jugendsozialwerk München e. V.

4. März 2024: Zeitzeugengespräch mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Horst Bernard

Am 4. März 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem 91jährigen Holocaust-Überlebenden Horst Bernard ein Online-Zeitzeugengespräch für etwa siebzig Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Herten durch. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stadt Herten statt und wurde durch Demokratie leben! gefördert. Horst Bernard wurde 1932 in Bischmisheim bei Saarbrücken als Kind eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter geboren. Die Eltern waren im saarländischen Widerstand gegen die Na- tionalsozialisten aktiv. Nachdem das Saarland 1935 nationalsozialistisch wurde, floh der Vater ins Exil nach Frankreich. Die Mutter wurde von den Nazis unter Druck gesetzt, ihren Ehemann zurückzuholen. Mit ihren zwei kleinen Kindern machte sie sich auf den Weg nach Luchon in den mehr als eintausend Kilometer von Saarbrücken entfernten Pyrenäen, wo die französischen Behörden den Vater hingeschickt hatten. Ab August 1935 lebte die Familie in Agen, wo sie Hilfe von anderen erhalten hatte und selbst anderen Flüchtlingen half. Nachdem der südliche Teil Frankreichs im November 1942 besetzt worden war, musste der Vater in die Illegalität untertauchen. 1944 wurde die Mutter von der Militärverwaltung verhört, die Gestapo durchsuchte ihre Wohnung. Nun musste auch sie mit den zwei kleinen Kindern untertauchen. Besonders belastend für den Jungen, war folgende Situation: Einmal in der Woche ging er zu einem bestimmten Zeitpunkt in Agen auf einem Boulevard auf und ab, um seinen Vater zu sehen. Sie gingen auf unterschiedlichen Straßenseiten und nickten sich zu. Sie durften nicht miteinander sprechen, damit Horst nicht in Verbindung mit seinem jüdischen Vater gebracht wird. Horst Bernard wurde online aus dem Saarland zugeschaltet.

27. Februar 2024: Filmische Dokumentation eines Zeitzeugengesprächs von Eva Weyl in Haltern am See

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Eva Weyl bei ihrem Vortrag in Haltern (Foto: Birgit Mair)
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Die 88-jährige Eva Weyl in Haltern im Februar 2024 (Foto: Birgit Mair)

Am 27. Februar 2024 dokumentierte Birgit Mair ein Zeitzeugengesprächs von Eva Weyl am Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See filmisch und fotografisch.

28. Februar 2024: Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl in Herten (Präsenz)

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Eva Weyl bei ihrem Vortrag in Herten (Foto: Birgit Mair)
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Birgit Mair und Eva Weyl am Städtischen Gymnasium in Herten (Foto: Privat)

Am 28. Februar 2024 fand ein Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl am Städtischen Gymnasium in Herten (NRW) statt. Eva Weyl war aus Amsterdam angereist, Birgit Mair, Moderatorin und Organisatorin der Veranstaltung, aus Nürnberg. 80 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Veranstaltung teil, die von "Demokratie leben" gefördert wurde. Vielen Dank dafür!

26. Februar 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

Am 26. Februar 2024 fand eine Online-Veranstaltung mit der Auschwitz-Überlebenden Sintezza Eva Franz für eine Schulklasse der Theodor-Haubach-Schule in Berlin statt. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

23. Februar 2024: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube an der Senefelder Schule in Treuchtlingen (Präsenz)

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Ernst Grube in Treuchtlingen (Foto: Birgit Mair)
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TV-Interview mit Ernst Grube (Foto: Birgit Mair)

Aufklärung ist wichtiger denn je! Der 91-jährige Holocaust-Überlebende Ernst Grube sprach am 23. Februar 2024 vor knapp 500 Schüler*innen an der Senefelder Schule in Treuchtlingen. Es war mir eine große Ehre, diese Veranstaltung mitorganisieren und moderieren zu dürfen. Die Schüler*innen waren klasse und stellten viele interessante Fragen. Das Franken Fernsehen war live dabei.

19. Februar 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Westerbork-Überlebenden Eva Weyl

Am 19. Februar 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl ein Online-Zeitzeugengespräch für Schülerinnen und Schüler einer Schule in Berlin-Schöneberg durch. Kooperationspartner waren Schlaglicht e.V. und die Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.

17. Februar 2024: Veranstaltung mit dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller (Online)

Am 17. Februar 2024 berichtete Roman Haller im Rahmen einer Ausstellungseröffnung an der Europaschule Rheinberg aus seinem Leben. Etwa fünfzig Menschen nahmen an der Online-Veranstaltung teil. Roman Haller kennt seinen genauen Geburtstag nicht. Irgendwann zwischen 7. und 10. Mai 1944 wurde er in einem Waldstück in der von den Deutschen besetzten Sowjetunion (heute Ukraine) geboren. Der genaue Ort ist ihm nicht bekannt. Seine Eltern, Ida und Lazar Haller, konnten mit Hilfe anderer aus einem Ghetto und Zwangsarbeiterlager entkommen und sich mit einer Gruppe weiterer Jüdinnen und Juden in einem Bunker im Wald verstecken. Ohne die Hilfe des Wehrmachtsmajors Eduard Rügemer und seiner polnischen Geliebten Irena Gut hätten sie vermutlich nicht überlebt. Rügemer und Gut versorgten Roman Hallers Eltern unter anderem mit Lebensmitteln. Es stand zur Debatte, Roman Haller nach der Geburt erdrosseln zu müssen, da er eine große Gefahr darstellte: Ein schreiendes Baby hätte die gesamte zwölfköpfige Gruppe verraten können. Dass er heute zu uns sprechen kann, gleicht einem kleinen Wunder.

16. Februar 2024: TikTok-Interview zum Thema Antiziganismus

Am 16. Februar 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit einem Neffen des 2021 verstorbenen Holocaust-Überlebenden ein Interview, das demnächst auf TikTok veröffentlicht wird. Thema waren die Erfahrungen von Birgit Mair in ihrer Arbeit mit Holocaust-Überlebenden sowie der Antiziganismus.

13. Februar 2024: Online-Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl

Am 13. Februar 2024 fand in Kooperation mit den Jusos Hessen-Süd ein Online-Zeitzeugengespräch mit der 88-jährigen Holocaust-Überlebenden Eva Weyl statt. Mehr als sechzig Interessierte, darunter auch Studierende der Universität Kassel, nahmen daran teil und stellten Eva Weyl Fragen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Buchautorin Birgit Mair.

8. Februar 2024: Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz im Sigenagymnasium Nürnberg (Präsenz)

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Zwei Lehrkräfte präsentieren den Stammbaum, den die Nationalsoialisten von der patrilinearen Familie von Eva Franz erstellt haben (Foto: Birgit Mair)

Am 8. Februar 2024 veranstaltete Birgit Mair gemeinsam mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz für achtzig Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Staatlichen Realschule Zirndorf ein Zeitzeugengespräch mit anschließender Fragerunde. Eva Franz überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie die KZ Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen. Kooperationspartner der Veranstaltung in Zirndorf war die Georg-von-Vollmar-Akademie.

6. Februar 2024: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube in der Realschule Hilpoltstein (Präsenz)

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Ernst Grube (Foto: Birgit Mair)
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Die Schülerinnen und Schüler lauschen Ernst Grube (Foto: Birgit Mair)

Am 6. Februar 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für 180 Schüler*innen und Lehrkräfte der Realschule im mittelfränkischen Hilpoltstein ein Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See.

2. Februar 2024: Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube im Ludwigsgymnasium Straubing (Präsenz)


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Beliebt: Selfie mit Ernst Grube (Foto: Birgit Mair)
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Gruppenbild in Straubing mit der Schulleiterin, einer Lehrerin, Ernst Grube und Birgit Mair (Foto: Privat)

Am 2. Februar 2024 führte Birgit Mair gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube für 180 Schüler*innen und Lehrkräfte des Ludwigsgymnasiums im niederbayerischen Straubing ein Zeitzeugengespräch durch. Kooperationspartner war die Georg-von-Vollmar-Akademi
 
Impressum: Birgit Mair, c/o ISFBB e.V., Rennweg 60, D-90489 Nürnberg
Tel. 0911-54055934, Fax 0911-54055935, info@die-letzten-zeugen.de