Die letzten Zeugen
 
 
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Das Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. hat seit seinem Bestehen 2004 mehr als dreihundert Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden durchgeführt.

Zwanzig Jahre Zeitzeugenarbeit sollen hier dokumentiert werden



Die Zeitzeugenarbeit von Birgit Mair begann 1998 mit dem jüdischen Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz, über den sie ihre Diplomarbeit während ihres Studiums der Sozialwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg schrieb. Die Zeitzeugenarbeit intensivierte sich ab dem Jahr 2005, als der gerade gegründete Verein ISFBB den Zuschlag für die Mitarbeit in einem internationalen Forschungsprojekt zu NS-Zwangs- und Sklavenarbeit der Fernuniversität Hagen und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft erhielt. Im Zeitraum von 2005 bis 2020 wurden dann mehr als dreihundert Zeitzeugengespräche in Präsenz, überwiegend mit in Mittelfranken lebenden Holocaust-Überlebenden durchgeführt. Seit Mitte 2020 fanden pandemiebedingt zahlreiche Veranstaltungen im Online-Format statt. Der Vorteil dieses Formats ist, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auch überregional zugeschaltet werden können. Seit 2021 werden erste geimpfte Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in ihren Wohnungen besucht, interviewt und ihre Lebensgeschichten dokumentiert. Nicht selten erfahren wir dabei Dinge, die noch nie zuvor erzählt wurden.

Falls Sie selbst den Holocaust überlebt haben und möchten, dass Ihre Lebensgeschichte veröffentlicht wird, melden Sie sich gerne bei Projektleiterin Birgit Mair, Telefon: 0049 / 911 / 54 055 934

Nach und nach und in Absprache mit den letzten Zeugen des Holocaust werden die im Folgenden erstellten Kurzbiographien um Film- und Audiomitschnitte, Fotos, Dokumente und Literaturhinweise ergänzt werden.

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Ernst und Werner Grube im Tierpark Hellabrunn in München 1941. Ihr couragierter Vater besuchte mit seiner Familie den Zoo, ohne den "Judenstern" zu tragen
(Foto: Privatbesitz Ernst Grube)

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Klara vor ihrer Deportation durch die Nationalsozialisten
(Foto: Privatbesitz Klara Gorlatschowa)

FUNDRAISING-KAMPAGNE „DIE LETZTEN ZEUGEN“

Das ISFBB startet im April 2021 die Fundraising-Kampagne „Die letzten Zeugen“. Ziel ist es, in den kommenden Jahren noch möglichst vielen Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, mit Holocaust-Überlebenden ins Gespräch zu kommen. Dies geschieht während der Pandemie durch Online-Zeitzeugengespräche. Die dabei gefertigten Film- und O-Tonmitschnitte sollen als pädagogisches Material für die Nachwelt aufbereitet werden. Der Projektfortschritt und die Ergebnisse werden nach und nach auf dieser Internetseite veröffentlicht.

LEISTUNGEN

  • Durchführung von Zeitzeugengesprächen
  • Dokumentieren der Veranstaltungen
  • Bereitstellung von Film- und Audiomaterial auf dieser Internetseite
  • Kontaktaufnahme zu weiteren Holocaust-Überlebenden
  • Sichern von Dokumenten und Fotografien
  • Erweiterung des Buchprojekts "Die letzten Zeugen"
  • Aktualisierte Neuauflage des Buches "Überlebensberichte von Josef Jakubowicz
  • Suchdienst: Wir veröffentlichen Fotos von Holocaust-Opfern
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    Teilweise nicht identifizierte Mitglieder der Familie Rotenberg. Ein Teil der Familie wurde bei einer Massenerschießung in Slavuta (Westukraine) ermordet. Dieses Foto gab uns Asya Levit, die die Erschießung als Kind überlebte. Ihre ermordete Mutter hieß Rachel Matusowna Rotenberg, war Jüdin und wurde 1905 geboren. (Foto: Privatbesitz Asya Levit)

    SPENDENKONTO

    Ab einer Spende von 100 Euro kann Ihre Initiative oder Ihr Name als Unterstützer*in genannt werden. Ab einer Spende von 500 Euro veröffentlichen wir Ihr Logo auf dieser Internetseite, falls Sie dies wünschen. Auch kleine Spenden helfen weiter.

    Spendenkonto:
    ISFBB e.V.
    IBAN: DE10700205000008893000
    Stichwort: Die letzten Zeugen
    Bank für Sozialwirtschaft München
    BIC: BFSWDE33MUE

    Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Ab 200 Euro stellen wir eine Spendenquittung aus. Teilen Sie uns ggfs. Ihre Adresse mit.
     
    Impressum: Birgit Mair, c/o ISFBB e.V., Rennweg 60, D-90489 Nürnberg
    Tel. 0911-54055934, Fax 0911-54055935, info@die-letzten-zeugen.de